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Smart Cities: Wie intelligente Lösungen den Alltag erleichtern
Intelligent Mobility Urbane Mobilität

Smart Cities: Wie intelligente Lösungen den Alltag erleichtern

27 Jan 2020

Wie bleiben wir mobil, schaden aber gleichzeitig der Umwelt weniger? Es gibt viele Gründe, warum eine intelligentere Mobilität in Städten jetzt notwendiger ist als je zuvor. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf Herausforderungen und Lösungsangebote. 

Unsere Gesellschaft steht vor einer zentralen Herausforderung: Unsere Bevölkerungszahlen steigen beständig. Städte und Großstädte sind mit wachsenden Bevölkerungszahlen konfrontiert. Der Wohnraum verlagert sich dadurch immer weiter aus dem Kern der eigentlichen Stadtgebiete hinaus. Das hat zur Folge, dass Wohnraum und Arbeitsplatz bei sehr vielen Bürgern im urbanen Raum immer weiter entfernt voneinander liegen. Und das wiederum spiegelt sich in steigenden Pendlerzahlen wider.

Wachsende Einwohnerzahlen und wachsende Pendlerzahlen – das steigert auch den Bedarf an intelligenteren Mobilitätsformen. In vielen Gemeinden jedoch hält die öffentliche Infrastruktur nicht mit dem Wachstum der Einwohnerzahlen mit. Veraltete Infrastrukturkonzepte und Bausubstanz führen damit zu vielen Baustellen und zusätzlichen Verkehrsproblemen – vornehmlich Staus – im städtischen Raum.

Aber nicht nur mehr Bürger möchten im städtischen Bereich leben. Immer mehr möchten auch ihren Urlaub und Freizeit dort verbringen. In den vergangenen Jahren gab es eine spürbare Zunahme des Städtetourismus' in Deutschland, was positive Auswirkungen auf die ansässige Wirtschaft, Gemeindekassen und letztendlich auch auf die Bürger hat. Intelligente Mobilitätsangebote können diese Attraktivität weiter steigern, denn mit E-Scootern, Sharing-Fahrrädern oder Carsharing-Autos lassen sich die Städte wunderbar erkunden.

Ein weiterer Aspekt, der die Straßen immer voller werden lässt – was letztendlich die Mobilität jedes Einzelnen beeinflusst – ist das wachsende innerstädtische Logistikaufkommen, das durch den nach wie vor boomenden Online-Handel beständig weiter ansteigt.

Nicht zuletzt ist ein globales Umweltbewusstsein entstanden, das schnelle und ökologisch sinnvolle Lösungen fordert. Mehr Menschen, gestiegenes Verkehrsaufkommen, mehr Bedarf an umweltfreundlichen Diensten: Das alles verlangt nach intelligenten Lösungen, die uns in Zeiten der Digitalisierung zwar teilweise schon geboten werden, teilweise aber noch (weiter)entwickelt werden müssen. Jetzt ist jeder/jede Einzelne gefragt, sich über neue digitale Möglichkeiten zu informieren und diese als Nutzer von Apps und neuen Mobilitätskonzepten auch einzusetzen.

Wie intelligente Apps helfen können

Einer der wichtigsten Aspekte bei so genannten „Smart City“-Projekten? Sie müssen konkreten Nutzen für die Bürger bieten. Benötigt werden zeitgemäße, smarte und ökologisch sinnvolle Lösungen. Mit diesem Grundgedanken wurden und werden immer mehr Apps für das „Internet of Things“ (IoT) für die Städte von morgen entwickelt. Diese IoT-Apps und -Lösungen sollen dabei helfen, die Mobilität von Bürgern smarter zu gestalten.

Carsharing: Smarte Alternative für urbane Mobilität?

 

Als eine solche Lösung gilt das Carsharing, eine viel und mitunter kontrovers diskutierte Option für die urbane Mobilität. Wer sich heutzutage kein eigenes Auto mehr leisten möchte, kann in vielen größeren Städten auf ein breit gefächertes Carsharing-Angebot zurückgreifen. Einerseits wird durch die gemeinschaftliche Nutzung eines Carsharing-Autos Verkehr reduziert, andererseits machen aber ebendiese gemeinsam genutzten Autos Straßen und Parkplätze noch voller. Auch darüber, ob es die perfekte Ergänzung oder Konkurrenz zu dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) darstellt, scheiden sich die Geister.

Im Bereich Elektromobilität ist Carsharing ein Angebot, durch das viele Bürger erste Erfahrungen mit umweltfreundlichen Mobilitätsdienstleistungen und dem „Sharing“-Gedanken sammeln können. Das zahlt letzten Endes auf das Konto des Nachhaltigkeitsgedankens ein. Verschiedene Carsharing-Angebote sind mittlerweile bereits gut etabliert. Waren sie anfangs noch über jeweils eigene Smartphone-Apps nutzbar, gibt es inzwischen Konsolidierungen, wodurch die Dienste bereits intelligenter und für den Bürger einfacher zu nutzen sind.

Smarte Parkplatz-Apps: Nerven und Ressourcen schonen

Mit dem eigenen Auto in die Innenstadt fahren – manchmal lässt sich der „Individualverkehr“ nicht vermeiden. Jedoch steigt durch die Suche nach freien Parkplätzen nicht nur der Puls so manch eines genervten Autofahrers. Es steigen auch das innerstädtische Verkehrsaufkommen und damit Benzinverbrauch und CO2-Ausstoß. Verstärkt wird das noch dadurch, dass der Parkplatz meist nicht auf Anhieb gefunden wird, sondern man noch ein, zwei Mal um den Block fahren muss, bis man endlich fündig wird und sein Auto abstellen kann. Und genau in solchen Situationen können entsprechende Apps von Nutzen sein, denn sie helfen, überflüssige CO2-Emissionen und Benzinkosten einzusparen – ganz abgesehen von der persönlichen Zeit.

Eine dieser smarten IoT-Apps, die das Leben der Bürger im städtischen Umfeld verbessern wollen, ist die Park and Joy-App der Deutschen Telekom. Sie hilft erheblich bei der Parkplatzsuche im öffentlichen Raum. Bereits in rund 100 deutschen Städten zeigt sie Bürgern freie Parkplätze an, in einigen Städten sogar auch freie Parkhäuser. Die App zeigt Parkzonen im Zielgebiet an und findet in einigen Städten per Algorithmus freie Parkplätze am Zielort und übernimmt auch gleich die Navigation dorthin. Darüber hinaus lässt sich dann, einmal am Parkplatz angekommen, die Parkgebühr auch ganz bequem per Handy bezahlen. Besonders praktisch ist, dass man nach Bedarf mobil „nachlösen“ kann, also nicht zum Fahrzeug zurückkehren muss, um einen neuen Parkschein zu kaufen. Dabei bezahlt man zu Abschluss der Session genau für die Zeit, die man tatsächlich geparkt hat. Auch das Parken in Parkhäusern in über 200 Parkhäusern in 60 Städten in Deutschland wird bald möglich sein. Mittels einer RFID-Zugangskarte öffnet sich die Schranke des Parkhauses bei der Ein- und Ausfahrt, die Parkdauer wird automatisch abgebucht. Also kein Ticketziehen mehr und kein Gang zum Parkautomaten.

E-Roller: Ernstzunehmende Alternative

Möglichst umweltverträglich in der Stadt unterwegs sein und dabei super flexibel bleiben? Möglich wird das mit E-Rollern in Sharing-Modellen. In vielen Städten gibt es sie bereits. Im Schatten der großen E-Scooter-Welle, die durchaus kontroverse Reaktionen hervorgerufen hat, entwickelt sich dieses Geschäftsmodell zunehmend positiv. In vielen europäischen Städten wie Berlin, Madrid und Paris stehen bereits tausende Fahrzeuge zur Verfügung und erfreuen sich großer Beliebtheit. Die E-Roller (z. B. Coup oder Emmy) bringen große Flexibilität im Straßenverkehr mit sich, gerade bei kurzen Strecken. Die Vorteile liegen auf der Hand: Parken ist kein Problem, Abgase werden auch nicht produziert, der energieverbrauch ist gering. Ebenso gering ist der Lärm (von dem man eigentlich nicht sprechen kann), den ein solcher Roller produziert, was nicht nur von Verkehrsteilnehmern, sondern auch von Anwohnern positiv aufgenommen wird. Wie beim Carsharing erfolgt die Handhabung via App: Hier kann der Nutzer den nächstgelegenen E-Roller suchen, reservieren, buchen und die Nutzung auch zahlen.

Neben den bereits genannten Anbietern eruiert auch die Deutsche Telekom weitere Möglichkeiten. So testen die T-Labs (Deutsche Telekom Innovation Laboratories) mit dem Pilotprojekt Xride ein auf Blockchain basiertes Ökosystem für Elektromobilität. Bislang müssen sich Nutzer von Mobilitäts-Systemen bei den meisten Anbietern einzeln mit ihren Identitäts- und Zahlungsdaten registrieren und legitimieren – ein Prozess, der nicht nur für Nutzer lästig, sondern auch für Anbieter aufwendig ist, denn sie müssen den sorgsamen Umgang mit sensiblen Benutzerdaten sicherstellen und schützen. Mit Xride, das auf dem Blockchain-Betriebssystem Ståx basiert, sollen Identitätsmanagement und Datenverifizierung vereinfacht und zudem sicherer gemacht werden, denn es ermöglicht dezentrale, vertrauenswürdige und sichere IoT-Ökostrukturen. Für Nutzer bedeutet das im Wesentlichen: Sie brauchen sich nicht mehr bei jedem Dienst einzeln anzumelden und können auf die Sicherheit ihrer Daten vertrauen. Grundsätzlich lässt sich diese dezentrale Technologie auch auf vielen anderen Gebieten anwenden, wie zum Beispiel Gesundheit, Logistik oder Netzwerken.

Die Mobilitätswelle von morgen rollt

Noch nie wurde so sehr auf umweltfreundliche Mobilität Wert gelegt, wie es momentan der Fall ist. Aber nicht nur die Nachhaltigkeit treibt Bürger an. Auch wie wir in Zukunft in den immer voller werdenden Ballungszentren zusammenleben wollen, spielt eine wichtige Rolle. Und da wir bislang auch noch nie so digital unterwegs waren wie heute, bieten sich digitale und smarte Lösungen hervorragend an.

Wichtig ist dabei aber, dass es für jede Herausforderung im Bereich der intelligenten Mobilität im städtischen Raum nicht nur „wieder irgendeine eine neue App“ gibt. Bürgern sollten Apps und Plattformen zugänglich gemacht werden, auf denen smarte Lösungen gebündelt werden und die einen echten Mehrwert bieten. Die Anfänge sind gemacht – schließlich rollt die neue Mobilitätswelle bereits heute mit einer nie dagewesenen Geschwindigkeit durch unsere Straßen.

Erste Schritte der intelligenten Nutzung unserer vielseitigen Möglichkeiten gehen bereits in die richtige Richtung. Denn inzwischen werden in Smartphone-Apps, wie etwa Google Maps, reichlich Alternativen angezeigt – vom ÖPNV über E-Scooter bis hin zu Carsharing und diversen Taxi-Services. Oder die bereits erwähnte Park and Joy-App, die nicht nur einen Parkplatz findet, sondern durch intelligente Steuerung auch hilft, Staus zu vermeiden, Benzin zu sparen und Emissionen zu verringern. Oder denken wir an die Weiterentwicklung und all die noch zu erforschenden Möglichkeiten von IoT und Blockchain. Auf diesem Gebiet wird sich in naher Zukunft mit Sicherheit noch sehr viel mehr tun und vielleicht auch tun müssen.

All diese Lösungen zusammen müssen Konzepte ergeben, welche das mobile Leben in den Städten angenehmer und ökologisch sinnvoller machen – für Bürger der jetzigen und der zukünftigen Generationen.

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