Rhein-Neckar-Region wird zum Smart-City-Modellprojekt

Gemeinsam aus der Krise: Raum für Zukunft

Rhein-Neckar-Region wird zum Smart-City-Modellprojekt

Ressourcen effizient nutzen, den Wirtschaftsstandort nachhaltig stärken und Stadt und Umland besser vernetzen: Mit einem 300 Millionen Euro schweren Digitalprogramm unterstützt die Bundesregierung deutschlandweit 28 Regionen im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise – darunter auch die Rhein-Neckar-Region.

„Gemeinsam aus der Krise: Raum für Zukunft“: Unter diesem Motto stehen die bundesweit 28 Modellprojekte, die das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat (BIM) aktuell für ihre "Modellprojekte Smart Cities" mit insgesamt 300 Millionen Euro fördert. Dabei ist auch der Verband Region Rhein-Neckar mit dem Projekt „Smarter, nachhaltiger Tourismus“. Ziel des Projekts: Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern digitale Lösungsansätze entwickeln, um die Region krisenfest aufzustellen. „Der Tourismus, die Kulturschaffenden und die Freizeitangebote waren durch die Pandemie maximal betroffen – wir freuen uns mit diesem Projekt nun zusätzliche, unterstützende Impulse als Region geben zu können“, sagt Verbandsdirektor Ralph Schlusche.

Die Reise zur Smart City Strategie

Basierend auf dem Konzept wird nun in Kooperation mit der Telekom und den Partnern City & Bits, dem Daten-Kompetenzzentrum für Städte und Regionen (DKSR) und den Tourismusexpert*innen der dwif eine Smart City Strategie für die Region entwickelt.

„Der Fokus des Antrags liegt auf einem nachhaltigen, smarten und umweltbewussten Start aus der Krise“, sagt Gesamtprojektleiter und Referent für Regionalentwicklung Boris Schmitt. „Daten sind dabei genauso wichtig wie die Vernetzung aller Akteure – digital und analog. Innovative Ideen und klimabewusstes Handeln sind dabei Treiber.“

Gemeinsam mit der Telekom entwickelt die Projektgruppe aus den Ideen konkrete Maßnahmen. Im nächsten Schritt werden die Projekte gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern geprobt – was sich bewährt, wird Teil des Strategiepapiers.

Datenmarktplatz stärkt Mobilität, Tourismus und Engagement

Ein mögliches Projekt ist ein regionaler Datenmarktplatz. Grundlage dafür ist der vom Verband Region Rhein-Neckar 2019 entwickelte Metropolatlas Rhein-Neckar und das dazugehörige Datenportal. Der Atlas bietet mehr als 200 Datensätze und Indikatoren der Region. So können sich bereits heute Verbände, Unternehmen, Bürgerinnen und Bürger, Schulen und Forschungseinrichtungen über Inhalte rund um Verkehr, Veranstaltungen oder Engagements in der Region informieren – wie Standorte von öffentlichen Ladesäulen, Ausleihstationen für Fahrräder oder eine Übersicht über Ehrenämter.

 

„Auf Grundlage dieses Datenmarkplatzes können dann sowohl neue touristisch Serviceleistungen angeboten werden wie zum Beispiel interessensbasierte Empfehlungen, ein Ticketservice, aber auch ein wesentlicher Beitrag zur intelligenten Besucherlenkung über die ganze Region hinweg geleistet werden“, sagt die Tourismusreferentin der Metropolregion Rhein-Neckar Daniela Hirsch. „Ziel ist es den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Gästen alle ausflugs- und reiserelevanten Informationen und Services einfach, aktuell und übersichtlich anzubieten und diese mit dem bestehenden Mobilitätsangebot zu verknüpfen.“

Ebenfalls in Planung: Dezentrale FreiRäume in ländlichen Kommunen, die multifunktional genutzt werden sollen. Beispielswiese als digitale Tourismusinformation, die gleichzeitig ein Co-Working-Space ist, den Menschen nutzen können, die Arbeit und Urlaub in der Region verbinden wollen.

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